zum BuchDer in Kolonialzeiten „angewachsene" Zipfel im Nordosten Namibias, viele hundert Kilometer lang, weitet sich zu einem merkwürdigen Appendix aus. Er erinnert entfernt an die Form einer Haifischflosse und markiert ein vom Tourismus noch wenig entdecktes Paradies: üppig-grüne Wald- und Busch-Flächen voll Großwild und seltener Vogelarten.

Hier lassen sich wie kaum anderswo auf nächtlichen Safaris jagende Raubkatzen beobachten, hier finden sich Tierarten, die es in anderen Teilen Namibias nicht oder nur sehr vereinzelt gibt: Büffel, Flusspferde oder Sitatunga-Antilopen.
Afrika wirkt hier besonders authentisch, auch im Hinblick auf die Menschen: Die Caprivi-Bevölkerung lebt überwiegend in malerischen, aus Lehmhütten gebildeten Dörfern.
Touristische Infrastruktur ist noch spärlich, aber, wo es sie gibt, von hohem Niveau. Sie sind immer noch ein Geheimtipp - die an den Ufern des Kwando, Chobe und Zambezi liegenden Lodges: fantasie- und liebevoll geplant, komfortabel, voller Überraschungen. Da trompeten Elefanten direkt vor der Einfahrt, trampeln des Nachts schon mal muntere Hippos zwischen den Bungalows hindurch und lässt sich Tag für Tag ein wildes Krokodil durch melodische Rufe - und appetitliche Küchenreste - an Land locken.
Fließendes Wasser, das ganze Jahr hindurch - das gibt es sonst nur an den Grenzflüssen Namibias, Kunene im Norden und Oranje im Süden. Der Rest sind Trockenflüsse, die nur in der Regenzeit für ein paar Stunden oder Tage „laufen". Ein Riesenspektakel für Bewohner und Besucher, aber eben nur kurzzeitig. Im östlichen Caprivi, zwischen Angola und Zambia, Zimbabwe und Botswana gibt es immer Wasser, mal mehr, mal weniger. Bisweilen so viel, dass eine Lodge oder ein Campingplatz zeitweise zur Insel wird. Foto-Safaris mit dem Boot auf papyrusgesäumten Wasserstraßen gehören deshalb zu den unvergesslichen Erlebnissen jedes Caprivi-Aufenthalts.
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