zum BuchDie Ursprünge der heutigen Landeshauptstadt und 15 Mill. Einwohner Metropole Kairo liegen im Koptischen Viertel. Im Jahre 641 n. Chr. wurde die damalige Siedlung Babylon von Amr ibn al-As, dem Feldherrn des Kalifen Omar, erobert.
Aus dem etwas nördlich gelegenen Feldlager der Eroberer entwickelte sich die Hauptstadt des Landes, Fustat, was soviel wie „das Zelt" bedeutet. Als die Abbasiden die Omajiden im Jahr 750 n. Chr. stürzten und Fustat bis auf die Amr Moschee abbrannte, gründeten die Sieger wieder etwas weiter nördlich den Stadtteil El-Askar. Während der Herrschaftszeit von Ahmed Ibn Tulun (868-883) wurde die Residenz zu den Jaschkur-Hügeln hin verlegt, zu dessen Zentrum die Ibn Tulun Moschee wurde. Der Ursprung des heutigen Namen (Kairo) geht auf den fatimidischen Feldherrn Gohar zurück, der 969 n. Chr. Ägypten eroberte. Er benannte die Stadt nach der Konstellation des Mars (el-Kahir) die Siegreiche.
Unter der Herrschaft der Sultane (1176 Bau der Zitadelle) erblühte Kairo. Die Osmanen unter Sultan Selim I. eroberten Kairo 1517 und stellten sie unter türkische Herrschaft. 1805, nach der Besetzung durch Napoleon, wurde die Zitadelle durch Mohamed Ali in Besitz genommen und der Stadt zu neuem Aufschwung verholfen. Er modernisierte und gründete neue Stadtviertel. Das heutige Zentrum der größten Stadt Afrikas ist der Midan el-Tahrir.
Quelle: ETA / bearbeitet von pairola-media.com
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