zum BuchAuf dem Prachtboulevard Avenue Habib Bourguiba in Tunis flaniert man zwischen Straßencafes fast wie auf den Pariser Champs-Elysees. In der verwinkelten Medina ist das Morgenland lebendig. Farbenfrohe Fayencen und feines Holzschnitzwerk an jeder Ecke sind die Merkmale einer uralten handwerklichen und künstlerischen Tradition.
Tunesisches Kunsthandwerk ist nicht nur ein wichtiger Exportartikel, sondern Bestandteil des täglichen Lebens. In den Töpferstädten Nabeul (nahe Hammamet) und Guelalla (auf Djerba) trocknen Hunderte von Tonkrügen in der Sonne. In ihnen werden Tintenfische gefangen und Lebensmittel vom Markt nach Hause getragen.
Anziehungspunkt jeder tunesischen Stadt ist der farbenfrohe Souk. Im Halbdunkel der meist überdachten Gänge stapeln sich Lebensmittel und Haushaltswaren, Teppiche, Kleidung und Kunsthandwerk. Jedes Gewerbe oder Handwerk hat seinen eigenen Bezirk. Die vornehmsten liegen immer in unmittelbarer Nähe der Moschee. Dazu gehören die Parfumhersteller und die Buchhändler, die Gold- und Silberschmiede und der Souk der Weber und Tuchmacher. Am weitesten entfernt von der heiligen Stätte liegen die Souks der Gerber und Färber, die oft üble Gerüche verbreiten, aber trotzdem schön anzusehen sind.
Quelle: FVA Tunesien / pairola-media.com
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